Forschungsprogramm 2014–2019

Abgeschlossene Themen

Auf der Grundlage einer BMBF-Förderung, die mit Aufnahme in die Leibniz-Gemeinschaft 2017 in eine Bund-Länder-Förderung überging, wurde am GWZO von 2014 bis 2019 zu einem breiten Themenspektrum geforscht. Die nachfolgenden Themen wurden in den Jahren 2017–2019 abgeschlossen.

Schwerpunkt Mensch und Umwelt

Usus aquarum (Themenbereich Landesausbau)

Die reiche schriftliche Überlieferung aus dem Mittelalter hat bisher noch nicht erschlossenes Namengut zu bieten, das auf die Auseinandersetzung des Menschen mit dem Wasser des Flusses und auf seine Zähmung Bezug nimmt. Dies gilt insbesondere für Flurnamen, aber auch für Siedlungsnamen. Die Untersuchung von Toponymen sollte Aspekte der Wassernutzung in der Zeit beleuchten helfen.

Bearbeitet von:

Christian Zschieschang

Urbs Libzi

Die urbs Libzi als Kern von Burgward und frühstädtischer Agglomeration Leipzig

Bearbeitet von:

Mirko Oehlert

Die Flusslandschaft beiderseits der Oder

Die Umgestaltung der Flusslandschaft beiderseits der Oder im Spiegel der schriftlichen Überlieferungen

Bearbeitet von:

Christoph Mielzarek

Die Bodenmelioration in mittelalterlichen Siedlungen

Die Bodenmelioration in mittelalterlichen Siedlungen des nordöstlichen Europa

Bearbeitet von:

Jens Schneeweiß

Die »polnische Schule der Denkmalpflege«

Die »polnische Schule der Denkmalpflege« und ihre lange Vorgeschichte: Rekonstruktionsprojekte in Polen seit dem 19. Jahrhundert

Bearbeitet von:

Tomasz Torbus

Rekonstruktionen und Konstruktionen

Rekonstruktionen und historische Konstruktionen in Ungarn und Rumänien im 19. und 20. Jahrhundert

Bearbeitet von:

Robert Born

Schwerpunkt Kultur und Imagination

Armenier (Themenbereich Erbe und Kanon)

In langer, epochenübergreifender Perspektive wurden armenische Kunst und Kultur in Osteuropa untersucht. Im Fokus stand die armenische Bevölkerung Siebenbürgens mit ihren kulturellen Verbindungen zur armenischen Diaspora in anderen Teilen Europas und Kleinasiens.

Das Vorhaben war Teil der BMBF-geförderten Projektgruppe »Soziale Umwelt visuell«.

Bearbeitet von:

Bálint Kovács

Bellum et artes (Themenbereich Machtrepräsentation)

Untersucht wurden die Auswirkungen der komplexen kulturellen, politischen und ökonomischen Verflechtungen im Ostseeraum auf die Kunst vor dem Hintergrund der spezifischen Dynamik militärischer Konflikte im Zeitalter der Nordischen Kriege.

Bearbeitet von:

Agnieszka Gąsior

Die großen Familien (Themenbereich Machtrepräsentation)

Im Mittelpunkt des Interesses standen politische Visualisierungsstrategien einer aufkommenden Elite des Großgrundbesitzes, die mit dem Königshaus um politischen und ökonomischen Einfluss konkurrierte.

Das Vorhaben war Teil der BMBF-geförderten Projektgruppe »Soziale Umwelt visuell«.

Bearbeitet von:

Christian Forster

Konkurrenten und Höflinge (Themenbereich Machtrepräsentation)

Im Fokus der Studien standen die Vorbildfunktion der Burg Karlstein, eines der wichtigsten Bau- und Repräsentationsvorhaben Kaiser Karls IV., für Repräsentationsprojekte der Magnaten, und der Anteil des französischstämmigen Hauses der Anjou an repräsentativen Bauvorhaben in Polen und Ungarn.

Bearbeitet von:

Jiří Fajt

Magnatischer Adel (Themenbereich Machtrepräsentation)

Am Ausgang des Mittelalters agierte der magnatische Adel Ostmitteleuropas und des Reichs als potenter Bauherr und Stadtgründer. Untersucht wurden Funktion und Ausgestaltung von Außen- und Innenraum magnatischer Residenzen. Dabei standen insbesondere Wehr-, Wohn- und Tortürme, ihre Zugänglichkeit und künstlerische Ausstattung sowie ihre Wirkung im näheren oder ferneren Umraum im Fokus.

Das Vorhaben war Teil der BMBF-geförderten Projektgruppe »Soziale Umwelt visuell«.

Bearbeitet von:

Markus Hörsch

Künstlerkolonien (Themenbereich Zukunftsentwürfe)

Das Vorhaben betrachtete die Künstlerkolonien nicht nur als Arbeitsgemeinschaft gleichgesinnter Malerinnen und Maler, sondern auch als utopischen Entwurf einer Lebensgemeinschaft. Die künstlerische Arbeit in ländlichen Gegenden wurde dabei als Teil einer weltanschaulichen, politischen, sozialen und Geschlechteremanzipation verstanden.

Das Vorhaben war Teil der BMBF-geförderten Projektgruppe »Soziale Umwelt visuell«.

Bearbeitet von:

Marina Dmitrieva 

Niederschlesische Burgwallarchäologie (Themenbereich Wissen und Wahrheit)

Anhand der Geschichte archäologischer Untersuchungen an vor- und frühgeschichtlichen Wallanlagen wurden zentrale strukturelle Entwicklungen und maßgebliche Strategien der Wissenserzeugung in der Archäologie verfolgt.

Das Vorhaben war Teil der BMBF-geförderten Projektgruppe »Soziale Umwelt visuell«.

Bearbeitet von:

Karin Reichenbeach

Decorum Belli

»Decorum Belli«. Die Performanz des Sieges im Zeichensystem des Zeremoniells im Ostseeraum im 17. und am Anfang des 18. Jahrhunderts

Bearbeitet von:

Joanna Kodzik

Narva im Zeitalter der Nordischen Kriege

Narva im Zeitalter der Nordischen Kriege. Eine Handels-, Festungs- und Verwaltungsstadt des schwedischen Ostseeimperiums

Bearbeitet von:

Stefan Herfurth

Im Vorhof des großen Bären

Im Vorhof des großen Bären – Imaginationen der kleinen Nachbarn Russlands

Bearbeitet von:

Stefan Herfurth

Denkmalschutz im Baltikum

Denkmalschutz im Baltikum – Probleme, Potentiale, politische Bedeutung

Bearbeitet von:

Andreas Fülberth

Ikonen im Wandel

Ikonen im Wandel: Romantische Helden in der ostmitteleuropäischen Postmoderne

Bearbeitet von:

Matteo Colombi
 

Ruins of Utopia Revived

 

Bearbeitet von:

Mikhail Ilchenko

Ausgegrabenes wird Erinnerungsort

Ausgegrabenes wird Erinnerungsort. Rekonstruktionen und Inszenierungen archäologischer Denkmäler im deutsch-polnischen Grenzgebiet vor und nach dem Zweiten Weltkrieg.

Das Vorhaben war Teil der BMBF-geförderten Projektgruppe »Soziale Umwelt visuell«.

Bearbeitet von:

Karin Reichenbach
 

Rezeption westdeutscher Künstler*innen

Rezeption von gesellschaftskritischen westdeutschen Künstler*innen in der SBZ/DDR am Beispiel Otto Herrmanns

Das Vorhaben war Teil der BMBF-geförderten Projektgruppe »Soziale Umwelt visuell«.

Bearbeitet von:

Natalie Kreisz

Schwerpunkt Verflechtung und Globalisierung

Kosmopolitismus versus Konservatismus (Themenbereich Interkulturalität)

Waren die Jahrzehnte zwischen den beiden Weltkriegen aus kulturhistorischer Sicht eine Epoche der Nationalisierung oder des Kosmopolitismus? Eine exemplarische Analyse von Praktiken, Institutionen und Transferprozessen zeigt, dass der Kulturbereich auch im Kontext der (Neu)Gründung von Nationalstaaten von transnationalen Tendenzen geprägt war.

Bearbeitet von:

Beáta Hock

Vergessene Ausstellungsgeschichte (Themenbereich Interkulturalität)

Betrachtet wird die Teilnahme von Künstlern aus dem östlichen Europa an Großausstellungen »am scheinbaren Rande der Welt«. Ausgangshypothese ist, dass dies eine Neuordnung von kulturellen Netzwerken jenseits geopolitscher Trennlinien bewirkte und einen selbstbewussten kritischen Regionalismus hervorbrachte.

Bearbeitet von:

Beáta Hock

Europäische Donaukommission (Themenbereich Internationale Organisation(en))

Die Europäische Donaukommission kann als eine der ersten internationalen Organisationen eingeschätzt werden; ihre völkerrechtliche Grundlage war die Freiheit der Flussschifffahrt an der Unteren Donau. Anfangs das Projekt eines geteilten Imperialismus, entwickelte sich die EDK zu einer von spezifischen Ingenieurs- und Finanzinteressen getriebenen Organisation.

Bearbeitet von:

Dietmar Müller

Governance von Bodeneigentum (Themenbereich Rechtskulturen)

Spezifische Eigentumskulturen und -regime an Grund und Boden finden ihre Konkretion in Institutionen und Professionen, die sich mit der Administration von Bodeneigentum beschäftigen: Geodäten, Kataster- und Grundbuchbeamte, Notare und Rechtsanwälte. Diese geben den Rahmen vor, in dem ländliche Akteure Erwartungen entwickeln und Entscheidungen treffen.

Bearbeitet von:

Dietmar Müller

Migration transnational (Themenbereich Verräumlichung)

Untersucht wurden transnationale Aspekte und Wirkungen von Migrationsphänomenen in, nach und aus Ostmitteleuropa. Der Schwerpunkt liegt derzeit auf den Auswirkungen des Kalten Krieges auf die Politisierung, Verhinderung bzw. Förderung von Migration und den damit verbundenen migrantischen Strategien.

Bearbeitet von:

Michael Esch

Sexualisierte Kriegsgewalt (Themenbereich Völkerrechtsgeschichte)

Sexualisierte Kriegsgewalt ist kein neues Phänomen, deren völkerrechtliche Ahndung als Verbrechen wurde aber erst im Zuge der Auseinandersetzung mit den post-jugoslawischen Kriegen endgültig etabliert. Das Vorhaben untersuchte, wie sich zivilgesellschaftliche Akteure zu diesem Verrechtlichungsprozess verhalten und Einfluss auf ihn nehmen.

Bearbeitet von:

Kathleen Zeidler

Das ruznamçe-Verzeichnis Nr. 1033

Anhand der Eintragungen im ruznamçe-Verzeichnis Nr. 1033 aus den Handschriftbeständen der Universitätsbibliothek Leipzig sollte in diesem Vorhaben ein Beitrag zum Zustand des Pfründensystems im osmanischen Ungarn im Spiegel der aktuell geführten Diskussion über den Verfall bzw. der Transformation des Osmanischen Reiches am Ende des 16. und im Laufe des 17. Jahrhunderts geleistet werden.

Das Vorhaben wurde als DFG-geförderte »Eigene Stelle« durchgeführt.

Bearbeitet von:

Nedim Zahirović
 

Ethnische Gruppenbildung in der Vormoderne

Die Untersuchung befasste sich mit den Modi und Wechselwirkungen transkulturellen Handelns, interkultureller Normsetzung und ethnischer Gruppenbildung in der Vormoderne. Gegenstand war die Selbst- und Fremdverortung individueller Akteure in wechselnden gesellschaftlichen Rahmenbedingungen.

Das Vorhaben wurde als DFG-geförderte »Eigene Stelle« durchgeführt.

Bearbeitet von:

Jürgen Heyde

Forschungen zur Institutionalisierung des Völkerrechts

Forschungen zur Institutionalisierung des Völkerrechts. Akteure, Normen und internationale Organisationen. Transnationale Expertennetzwerke

Bearbeitet von:

Isabella Löhr

The Everyday of Memory

The Everyday of Memory: Remembering Communism in Literature and Museums in Bulgaria, Germany and Yugoslavia

Bearbeitet von:

Sanja Ivanov

The Fourth Geneva Convention for Civilians

The Fourth Geneva Convention for Civilians: The History of International Humanitarian Law

Bearbeitet von:

Gilad Ben-Nun

Schwerpunkt Wissenstransfer und Vernetzung

Virtuelles Archiv »Sachsen und das östliche Europa«

Bislang unzugängliche Quellen der Osteuropaforschung werden in einem virtuellen Archiv erschlossen, digitalisiert und präsentiert.

Bearbeitet von:

Kristina Kunze

Forschungsprogramm 2014–2019

Alumni

 

2019

Kristina Kunze, Dipl.-Ing.

Ehem. wiss. Mitarbeiterin
+49 (0) 341 97 35 594
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Karin Reichenbach

Karin Reichenbach, M. A.

Ehem. wiss. Mitarbeiterin
ORCID iD: 0000-0002-2391-9752
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Kathleen Zeidler

Kathleen Zeidler, M. A.

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Christian Zschieschang

Dr. Christian Zschieschang

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