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Das ruznamçe-Verzeichnis Nr. 1033

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Verfall der osmanischen Provinzverwaltung? Das ruznamçe-Verzeichnis Nr. 1033 aus der Universitätsbibliothek Leipzig als Quelle

Das Ziel des Forschungsvorhabens war es, anhand der Eintragungen im ruznamçe-Verzeichnis Nr. 1033 aus den Handschriftbeständen der Universitätsbibliothek Leipzig einen Beitrag zum Zustand des Pfründensystems im osmanischen Ungarn am Ende des 16. und am Beginn des 17. Jahrhunderts im Spiegel der aktuell geführten Diskussion über den Verfall bzw. der Transformation des Osmanischen Reiches am Ende des 16. und im Laufe des 17. Jahrhunderts zu leisten. Das Verzeichnis umfasst 176 Seiten und bietet die detaillierten Angaben über die Pfründen im osmanischen Ungarn, die im Laufe des Langen Türkenkrieges wegen der Desertion, des Todes der Pfründeninhaber vakant und dann erneut vergeben wurden, an. Aus den Eintragungen in diesem Verzeichnis, geht klar hervor, dass die erneute Vergabe der Pfründen weitgehend in geordneten und gesetzmäßigen Vorgängen erfolgte, was die Annahme über die chaotischen Zustände in der osmanischen Verwaltung und im osmanischen Pfründensystem in Frage stellt und diesem Verzeichnis einen besonderen, ja einzigartigen Wert als geschichtliche Quelle verleiht. Weil das Verzeichnis in der Universitätsbibliothek Leipzig aufbewahrt wird, wird dieses Forschungsvorhaben auch als ein Beitrag zur Erschließung der osmanischen Quellen betrachtet, die sich in der Bundesrepublik Deutschland befinden.

Das Vorhaben wurde als DFG-geförderte »Eigene Stelle« durchgeführt.

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