Szoborpark, Denkmal der Räterepublik

Abteilung

Kultur und Imagination

Die Abteilung beschäftigt sich mit kulturellen Mustern und gesellschaftlichen Veränderungsprozessen, die sich in Kunst, Literatur, Architektur und Populärkultur artikulieren. Im Mittelpunkt stehen das Visuelle und das Narrative, das Interesse schließt aber auch akustische Darstellungsformen und performative Praktiken ein. Damit eröffnet sich ein Feld für interdisziplinäre Studien, die ein breites kultur- und geschichtswissenschaftliches Fächerspektrum repräsentieren und zugleich durch Konzentration auf die Sphäre geistig-künstlerischer Imagination und Fiktion ein klares Profil gewinnen.

Die Forschungen fokussieren drei Themenfelder, die an aktuelle gesellschaftliche Debatten anknüpfen. Dazu gehören die popularisierende Vermittlung und Inszenierung von Wissen und Wahrheit in verschiedenen Medien der Public History, die Konstruktion von Erbe und Kanon in Literatur, Kunst und Denkmalpflege sowie die Artikulation gesellschaftlicher Zukunftsentwürfe und sozialutopischer Visionen in Architektur, Stadtplanung, Literatur und Film. Das Themenspektrum bietet vielfältige Anknüpfungspunkte zum Leibniz-Forschungsverbund »Wert der Vergangenheit«, an dem mehrere Mitarbeiter*innen der Abteilung beteiligt sind.

Stifterbild aus einem Fresko in Kaaden

Themenfelder der Abteilung Kultur und Imagination

Erbe und Kanon

Kulturerbe ist keine Wesenseigenschaft, sondern eine in stetem Wandel befindliche soziale Konstruktion. Das Themenfeld nimmt Erbekonstruktionen und Kanonbildungen in Kunst, Literatur, Musik und Architektur in den Blick.

Wissen und Wahrheit

Angesichts aktueller Kontroversen um Wissensproduktion und Glaubwürdigkeit widmet sich das Themenfeld den Verflechtungen verschiedener Wissenskulturen und Wahrheitsregime zwischen Öffentlichkeit und Fachdiskurs.

Zukunftsentwürfe

Ausgehend vom steigenden Interesse an sozialen Utopien werden in einer historischen Langzeitperspektive radikale Konzepte für eine umfassende Umgestaltung von Gesellschaft und Lebenspraxis untersucht.

Abgeschlossene Forschungsthemen und Projekte

Aus der Arbeit der Abteilung

Visuelle Geschichtskulturen

Die seit langem am GWZO erscheinende Reihe wird von Stefan Troebst, Arnold Bartetzky, Steven A. Mansbach und Małgorzata Omilanowska herausgegeben. Der 2017 erschienene Band 17 der Reihe widmet sich dem Thema Geschichte bauen. Architektonische Rekonstruktion und Nationenbildung vom 19. Jahrhundert bis heute.

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Neues Gestalten, neues Bauen, neues Leben

Die Ringvorlesung 2019 nimmt das Bauhaus-Jubiläumsjahr zum Anlass, auf die Wege und das Erbe der Moderne zurückzuschauen. Unser Blick richtet sich weniger auf das Bauhaus selbst als auf die Vielfalt der Entwicklungen in der Zeit, die auf eine umfassende Erneuerung von Gestalten, Bauen und Leben zielten. Im Mittelpunkt stehen dabei die Länder des östlichen Europa und die Menschen, die dort und anderswo am »neuen Leben« bauten.

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Ausschnitt aus dem Flyer zur GWZO-Ringvorlesung 2019

Das verschwundene Leipzig - online erschließen

Die Ausstellung »Das verschwundene Leipzig. Das Prinzip Abriss und Neubau in drei Jahrhunderten Stadtentwicklung« kann nun virtuell besucht werden. Die aus einem Seminar mit Studierenden der Universität Leipzig hervorgegangene Plakatausstellung lässt nachvollziehen, wie im Laufe der Jahrhunderte immer wieder immense Baumassen für neue Gebäude oder Verkehrsanlagen abgeräumt wurden. Anhand der Abrisswellen werden die Prozesse der Stadtentwicklung und der Wandel städtebaulicher Leitbilder verfolgt – von der Niederlegung der Wallanlagen seit dem 18. Jahrhundert über den großangelegten Stadtumbau in der Kaiserzeit, die Modernisierung in der Zwischenkriegszeit und die Beseitigung vieler Baudenkmäler in den Nachkriegsjahrzehnten bis zur Dezimierung des Bauerbes der DDR in der jüngsten Vergangenheit.

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Historische Postkarte von Leipzig

Filmreihe: KosmOst. Science-Fiction-Filme aus Osteuropa 1959-1989

Wie stellte man sich im sozialistischen Osteuropa den technologischen Fortschritt nach der Eroberung des Kosmos vor? Wie wird die strahlende Zukunft des Kommunismus aussehen? Die von dem Filmwissenschaftler Maciej Peplinski konzipierte und in Zusammenarbeit mit Tilman Schumacher organisierte Filmreihe im Leipziger Luru Kino in der Spinnerei ist ein Beitrag zur Rekonstruktion der Entwicklung der filmischen Science-Fiction in ihrer osteuropäischen Variante. Von Januar bis Mai 2019 wird jeden Monat ein Filmbeispiel vorgestellt und diskutiert.

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Filmplakat zum Science Fiction Der Himmel ruft

Team

Die Abteilung Kultur und Imagination

Forschende aus den Disziplinen Archäologie, Geschichtswissenschaft, Armenologie, Kunst- und Architekturgeschichte, Literaturwissenschaft sowie Geschlechter-, Film- und Kulturgeschichte arbeiten gemeinsam an Fragestellungen einer »visuellen Geschichtskultur« von der Spätantike bis heute im weiteren Sinne.

Die Abteilung wird geleitet von Prof. Dr. Arnold Bartetzky.

Gäste

Forschen auf Zeit am GWZO

Datum/Zeitraum

Veranstaltungen

Tagungen, Gastvorträge und mehr

Datum/Zeitraum

Keine zukünftigen Veranstaltungen vorhanden

Publikationen

Veröffentlichungen 2017-2020

Ausstellungen

Forschungsergebnisse anschaulich machen

06.02.2020 -
31.03.2020
Historische Postkarte von Leipzig

Das verschwundene Leipzig. Das Prinzip Abriss und Neubau in drei Jahrhunderten Stadtentwicklung

Ort: Kulturstiftung Leipzig, Alte Nikolaischule, Nikolaikirchhof 2, 04109 Leipzig

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Date Start
Historische Postkarte von Leipzig

Die Ausstellung ermöglicht anhand der Abrisswellen die Prozesse der Stadtentwicklung und den Wandel städtebaulicher Leitbilder zu verfolgen – von der
Niederlegung der Wallanlagen seit dem 18. Jahrhundert bis zur Dezimierung des Bauerbes der DDR in der jüngsten Vergangenheit.

Kuratiert von Arnold Bartetzky (GWZO) und Anna Reindl (Institut für Kunstgeschichte der Universität Leipzig).

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