Fuck Utopia

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Zukunftsentwürfe und Utopien in Kunst, Architektur, Literatur und Film

Nach dem Scheitern der gesellschaftlichen Großexperimente des 20. Jahrhunderts schien utopisches Denken der Vergangenheit anzugehören. Heute ist aber ein steigendes Interesse an sozialen Utopien zu beobachten, bei dem sich Ernüchterung über den in den letzten Jahrzehnten dominierenden politischen Pragmatismus mit der Sehnsucht nach gerechteren, gesünderen, ökologisch verträglicheren, vielleicht auch weniger anstrengenden Lebensformen verbindet. Unter Utopien werden radikale Entwürfe verstanden, die auf eine umfassende Umgestaltung von Gesellschaft und Lebenspraxis zielen und damit einen totalen – und latent auch totalitären – Anspruch verfolgen. Betrachtet werden aber auch ganzheitlich orientierte Reformbewegungen. In der Langzeitperspektive zeigt sich, dass Utopien einerseits zum Scheitern verurteilt sind, andererseits aber dauerhafte Spuren hinterlassen, indem sie langfristig auf gesellschaftliche Verhältnisse einwirken – und dass genau daraus ihre bleibende Aktualität resultiert.

Die Arbeit an der Sprache als utopische Praxis. Poetische Mikronetzwerke in Ostmitteleuropa in den 1920er und 1930er Jahren

Das Promotionsprojekt widmet sich dem literarischen Sprachwechsel in den 1920er und 1930er Jahren. Als Fallbespiele dienen die niedersorbischen Texte von Mina Witkojc und Marjana Domaškojc im Kontext ihres deutschsprachigen Schaffens sowie die jiddischen Texte von Rachel Auerbach und Debora Vogel im Kontext ihrer polnischsprachigen Textproduktion.

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Die Architektur und der Traum von einem besseren Menschen. Planen und Bauen für neue Lebensformen von der Zeit der Aufklärung bis in die Gegenwart

Architektur und Städtebau werden immer wieder mit Ideen einer neuen, besseren Gesellschaft verknüpft. Die Untersuchung geht der Geschichte dieser Ideen und ihren gebauten Ergebnissen nach - von den Visionen der Aufklärung über Utopien des 19. und 20. Jahrhunderts bis zu heutigen alternativen Wohnprojekten.

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Künstlerkolonien

Logo Bundesministerium für Bildung und Forschung

Das Projekt betrachtet die Künstlerkolonien nicht nur als Arbeitsgemeinschaft gleichgesinnter Malerinnen und Maler, sondern auch als utopischen Entwurf einer Lebensgemeinschaft. Die künstlerische Arbeit in ländlichen Gegenden wird dabei als Teil einer weltanschaulichen, politischen, sozialen und Geschlechteremanzipation verstanden.

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Sozialistische Leinwand-Utopien. Osteuropäischer Science-Fiction-Film in den Jahren 1945-1989

Von 1945 bis 1989 entstanden im sozialistischen Teil Europas rund 150 Film- und Fernsehproduktionen, die dem Genre der »wissenschaftlichen Phantastik« zuzuordnen sind. Die Forschungen gehen der Entwicklung der filmischen Science-Fiction in der Sowjetunion, Tschechoslowakei, DDR und in Polen nach.

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