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Usus aquarum

Die reiche schriftliche Überlieferung aus dem Mittelalter hat bisher noch nicht erschlossenes Namengut zu bieten, das auf die Auseinandersetzung des Menschen mit dem Wasser des Flusses und auf seine Zähmung Bezug nimmt. Dies gilt insbesondere für Flurnamen, aber auch für Siedlungsnamen. Die Untersuchung von Toponymen sollte Aspekte der Wassernutzung in der Zeit beleuchten helfen.

Ausschnitt aus der Pommernkarte des Eilhard Lubin, 1618

Mühlenbau, Wasser und Verkehr im hochmittelalterlichen Landesausbau Ostmitteleuropas II: Die Umgestaltung der Flusslandschaft beiderseits der Oder

Wasser, als Lebenselixier ohnehin von grundlegender Bedeutung für das Leben insgesamt, ist der vielleicht wichtigste Faktor für die Standortwahl menschlicher Siedlungen. Als Nahrungsmittel und Rohstoff, als Energielieferant, Element von Befestigungen, Verkehrsweg und in vielen weiteren Nutzungen zeigt sich seine immense Bedeutung. In wirtschaftlichen und technologischen Innovationen spielt Wasser häufig eine wichtige Rolle. Die notwendigen Einrichtungen für die Mühlennutzung, den Fischfang, die Schifffahrt u. a. brachten vielgestaltige und z. T. gravierende Eingriffe in die Flusslandschaft mit sich. Diese gingen insbesondere von den Städten und Klöstern aus, in deren Umfeld sich daher Anlagen der Wassernutzung konzentrierten. Einen ersten Schwerpunkt der Arbeit bildete die Suche nach Anhaltspunkten für derartige Topographien der Wassernutzung in der schriftlichen Überlieferung und der mittelalterlichen Toponymie; in einer anschließenden Forschung wurden lokale Fallbeispiele detailliert herausgearbeitet.

Das Vorhaben wurde im Rahmen des Themenbereichs »Landesausbau« bearbeitet.

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