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Červenische Burgen

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Nach langer Vernachlässigung in der Forschung werden eingehende Untersuchungen zu den Červenischen Burgen im heutigen östlichen Polen durchgeführt. Das GWZO kooperiert in dem internationalen Projekt mit mehreren archäologischen Instituten in Polen. Beteiligt sind auch Forschende aus Russland, der Schweiz, Serbien und der Ukraine.

Josephinische Landesaufnahme Galiziens von 1779–1783

Die Červenischen Burgen. Transformationsprozesse der mittelalterlichen Gesellschaften des piastischen Polen und der rurikidischen Rus‘

Die Herrschaft über die sogenannten Červenischen Burgen (heute Ostpolen) wurde im Mittelalter gleichermaßen von den polnischen Piasten wie den altrussischen Rjurikiden beansprucht. Bei den wichtigsten Zentren dieser Region (den Burgen in Czermno, altrussisch Červen’, und Gródek am Bug, altrussich Volyn’) handelt es sich um große Siedlungszentren, die auch in wirtschaftlicher Hinsicht eine wichtige Rolle spielten, lagen sie doch am Handelsweg von Regensburg nach Kiew.
Die Erforschung dieses Grenzgebietes wird seit 2008 in Kooperation mit den archäologischen Instituten der Universitäten in Rzeszów und Lublin, dem Institut für Archäologie und Ethnologie der Polnischen Akademie der Wissenschaften sowie unter Beteiligung von Forschenden aus Russland, der Schweiz, Serbien und der Ukraine durchgeführt. Seit 2013 werden die Forschungen zudem durch das polnische Ministerium für Bildung und Forschung und dem National Science Centre (Poland) finanziert.

Das Vorhaben ist Teil des BMBF-geförderten Forschungsprogramms »Soziale Umwelt visuell«.

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