Die lavierte Zeichnung von Bartholomäus Strobel zeigt eine Allegorie auf die freien Künste während des Dreißigjährigen Krieges. Aus dem Stammbuch von Heinrich Böhm (1636), Schlossbibliothek Kórnik (PL)

GWZO-Ausstellungsprojekt

Bellum et Artes. Krieg, Kunst und Diplomatie in Mitteleuropa während des Dreißigjährigen Kriegs

Im Zentrum des internationalen Kooperations- und Ausstellungsprojekts (2020–2024) stehen die künstlerische Repräsentation und die Entwicklung der Künste während des Krieges. Es geht um die Migration von Künstlern und Kunstwerken, um systematische Plünderungen, Kunst als Beute und die rechtlichen Grundlagen.

Das Gemeinschaftsprojekt des GWZO, der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und der Nationalgalerie Prag basiert auf dem Forschungsprojekt des GWZO »Bellum, Artes et Commercia« (2015–2019). Das Rahmenkonzept für die Ausstellungsreihe mit jeweils unterschiedlichen Themenschwerpunkten wird u.a. entwickelt von Claudia Brink, Theda Jürjens, Christian Forster, Agnieszka Gąsior, Susanne Jaeger, Dirk Syndram und Marius Winzeler.

Weitere Partner sind das Kunstgeschichtliche Institut der Universität Danzig, das Kunstgeschichtliche Institut der Universität Breslau, das Complesso Museale Palazzo Ducale di Mantova, die Tiroler Landesmuseen Innsbruck, das Museo Nacional del Prado in Madrid, das Statens historiska museer/Livrustkammaren Stockholm und – assoziiert – das Haus der Europäischen Geschichte Brüssel.

Ein gemeinsamer Essayband wird die Ausstellungen begleiten und Ende 2020 erscheinen.

Ausstellungsstationen:

Dresden, Residenzschloss, 21. Mai bis zum 16. August 2021.
Darauf folgend: Tiroler Landesmuseen Innsbruck, Universitätsmuseum Breslau, Nationalmuseum Danzig, Nationalgalerie Prag, Staatliche Historische Museen Stockholm und das Haus der Europäischen Geschichte Brüssel.

Weitere Veranstaltungen:

  • ein Round Table im Palazzo Ducale in Mantua, der sich den Museen im Dialog widmet und ein Gespräch zu neuen Ansätzen im Umgang mit Beutekunst aus dem Dreißigjährigen Krieg eröffnet
  • eine internationale Konferenz im Nationalmuseum Prado in Madrid, die sich mit einem dort befindlichen Schlüsselwerk zum Dreißigjährigen Krieg in Mitteleuropa befasst, dem Gemälde von Bartholomäus Strobel »Das Bankett des Herodes und die Enthauptung Johannes des Täufers« (1635–1640).

Kontakt

Tätigkeitsbereich Wissen zeigen | Ausstellen

Abteilung Wissenstransfer und Vernetzung