Thema

Internationalisierung und Souveränität

Das Vorhaben untersucht mit akteurszentrierter Perspektive die Internationalisierung von Staat und Gesellschaft im östlichen Europe im Verhältnis zu der sich mehrfach wandelnden Souveränität in der Region im historischen Längsschnitt von den 1880er Jahren bis zum Ende des Kalten Krieges.

Die Internationalisierung von Staat und Gesellschaft im Kontext sich wandelnder Souveränität (1880er-1980er Jahre)

Seit der Mitte des 19. Jahrhundert waren die Gesellschaften des östlichen Europa mit zwei eng verbundenen Entwicklungen konfrontiert: Es wandelte sich staatliche Souveränität und es bildeten sich internationale Organisationen. Diesem neuen Formats zur Regulierung grenzüberschreitender bzw. globaler Probleme konnten sich sowohl staatliche Vertreter, als auch weite Teil der Gesellschaft bedienen. An der Schnittstelle beider Prozesse bildete sich im östlichen Europa eine breite Praxis der Partizipation an den neuen Institutionen internationaler Kooperation heraus, die bislang nur in Einzelaspekten behandelt wurde. Das Vorhaben untersucht mit einer akteurszentrierten Perspektive die Internationalisierung von Staat und Gesellschaft im Verhältnis zu der sich mehrfach wandelnden Souveränität. Im historischen Längsschnitt werden die Phase der Imperien (ab den 1880er Jahren), die Zeit der  (Wieder-)Erlangung nationalstaatlicher Souveränitäten (1918 folgende) sowie die Periode der Regionalisierung (Blockbildung nach 1945) untersucht.

Bearbeitet von: