Thema

Populismus in Ostmitteleuropa

Dank ihrer rigorosen Haltung gegenüber Geflüchteten während der Flüchtlingskrise ab 2015 gelangten die Populisten in Ostmitteleuropa ins Visier internationaler Kritik. Nationalistischer Populismus ist allerdings kein neues Phänomen in Ostmitteleuropa. Die Dissertation untersucht seine Merkmale an ausgewählten Diskursen zwischen 1989 und 2019.

Robert Fico in Neutra,

Nationalistischer Populismus in Ostmitteleuropa. Komparative Analyse der politischen Elitendiskurse seit 1989

Das Vorhaben untersucht die nationalpopulistische Ideologie vergleichend anhand ausgewählter Diskurse der politischen Eliten über Ausländer in der Slowakei, Tschechien und Österreich zwischen 1989 und 2019. Die drei Länder im Herzen Europas verfügen über eine lange Tradition eines nationalistischen Populismus. Gefragt wird nach der Verankerung der Ideologie in den jeweiligen nationalen Parteienlandschaften und untersucht die Durchsetzungsmacht nationalpopulistischer Deutungsmuster in den konkreten Diskursen. Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede gibt es in dieser Hinsicht zwischen der Slowakei, Tschechien und Österreich? Welchen Einfluss hatte die realsozialistische Vergangenheit Tschechiens und der Slowakei auf die Affinität ihrer politischen Vertreter zur nationalpopulistischen Ideologie? Spielt das postkommunistische Erbe heutzutage noch eine Rolle?

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