Themenfeld

Entstehung, Struktur und Veränderung von Grenzen

Ob ethnischer, sozialer, kultureller, politischer, wirtschaftlicher oder religiöser Natur – Grenzen sind in jedem Lebensbereich allgegenwärtig. Sie markieren den Randbereich verschiedener Entitäten. Aus archäologischer Perspektive sind sie häufig als breiter Grenzraum zu verstehen, der nicht immer als physische Erscheinung wie der römische Limes oder die Berliner Mauer greifbar wird. Viel mehr begegnen Grenzen im Fundmaterial vergangener Kulturen indirekt, sodass sie selten eindeutig zu fassen sind. Sie spiegeln ein Neben- und Miteinander verschiedener Gruppen, zwischen denen ein fortwährender Austausch stattfindet.

Mit Grenzräumen sind demnach nicht nur Trennlinien, Kontrolle, Verteidigung und Konflikt, sondern immer auch Interaktion und damit verbunden Wandel, Innovation und Transformation zu assoziieren. Das Themenfeld beleuchtet diese Aspekte quellen-, fach- und epochenübergreifend unter Nutzung moderner naturwissenschaftlicher Untersuchungsmethoden.

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Forschungsthemen

BIO-graphie einer Grenzregion

Mittelalterliche Transformationen, wie der Landesausbau, führten zur Entstehung von Grenzbereichen, in denen das neue das ältere (z.B. ethnische) Substrat überlappte. Interdisziplinäre Untersuchungen zur Frühgeschichte des polnisch-altrussischen Grenzgebietes sollen eine Bio-graphie des polnisch-altrussischen Grenzgebietes ermöglichen.

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Spätantike Gräberfelder an der Donau

Das Projekt fokussiert auf die Zusammenführung und Analyse von publizierten und eigens erhobenen archäologischen und anthropologischen Daten spätantiker Gräberfelder der ehemals römischen Provinzen Noricum und Pannonia, um tiefere Einblicke in das Leben der Menschen und ihrer Umwelt zu gewinnen.

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