Thema

Niederschlesische Burgwallarchäologie

Anhand der Geschichte archäologischer Untersuchungen an vor- und frühgeschichtlichen Wallanlagen werden zentrale strukturelle Entwicklungen und maßgebliche Strategien der Wissenserzeugung in der Archäologie verfolgt.

Germanen beim Sturm auf eine illyrische Fluchtburg
Germanen beim Sturm auf eine illyrische Fluchtburg

Die niederschlesische Burgwallarchäologie von 1900 bis 1970. Forschungsstrukturen und Deutungsdiskurse

Einst als »Rückgrat der vorgeschichtlichen Forschung« bezeichnet, lassen sich anhand der Geschichte archäologischer Untersuchungen an vor- und frühgeschichtlichen Wallanlagen strukturelle Entwicklungen und Strategien der Wissenserzeugung in der prähistorischen Archäologie nachvollziehen. Am Beispiel der niederschlesischen Burgwallarchäologie und ihrer Verflechtungen mit den politischen Verwerfungen und nationalen Umbruchssituationen des 20. Jahrhunderts wird die Erzeugung archäologischer Erkenntnisse in den Blick genommen. Betrachtet werden dabei die Bedingungen und Machtgefüge, die dazu führen, dass sich ganz bestimmte Wissensbestände zu anerkannten Wahrheiten verfestigen. Mit einem diskursanalytischen Ansatz werden dazu Forschungs- und Förderstrukturen als Grundlage für die Hervorbringung archäologisch-professionalisierter Diskurse beschrieben und anhand von Aussagen zur funktionalen und ethnischen Interpretation von Wallanlagen die diskursive Durchsetzung bestimmter Deutungsmuster herausgearbeitet.

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