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Fragile Körper – fragile Räume

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Das Vorhaben untersucht die Bedeutung von Jugend und Ländlichkeit in der Volksrepublik Polen unter einer wissensgeschichtlichen Perspektive. Dabei wird die Bedeutungsproduktion mit Hilfe von drei Zugängen in den Blick genommen: zeitgenössische soziologische Studien, populärkulturelle Repräsentationen und autobiografische Selbstdarstellungen.

Plakat "Das Wohl des Dorfes ist das Wohl der Stadt"

Fragile Körper – fragile Räume. Jugend in der polnischen Provinz (20. Jahrhundert)

Jugend genoss in den fortschrittsorientierten Gesellschaften der Nachkriegszeit, sozialistischen wie kapitalistischen, einen hohen Stellenwert, gleichzeitig waren Jugendliche Gegenstand wissenschaftlicher und feuilletonistischer Reflektionen sowie wichtige Rezipient*innen transnationaler und globaler Konsumkultur. Das Land dagegen stand für Rückständigkeit und diente der Versorgung der bevorzugten Gebiete der Modernisierung, der Stadt, und in den sozialistischen Staaten der Schwerindustrie. Die Spannung, die das Thema »Jugend und Ländlichkeit« birgt, wird mit Hilfe von drei Zugängen untersucht: zeitgenössische soziologische Studien, populärkulturelle Repräsentationen und autobiografische Selbstdarstellungen. Damit wird an Ansätze der Wissensgeschichte angeknüpft, die die Konstituierung des Wissens selbst, seine Techniken und Praktiken sowie die Akteure des Wissenstransfers und der Wissensanwendung analysieren.

Das Vorhaben ist Teil des BMBF-geförderten Forschungsprogramms »Soziale Umwelt visuell«.

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