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Konkurrenten und Höflinge

Im Fokus der Studien stehen die Vorbildfunktion der Burg Karlstein, eines der wichtigsten Bau- und Repräsentationsvorhaben Kaiser Karls IV., für Repräsentationsprojekte der Magnaten, und der Anteil des französischstämmigen Hauses der Anjou an repräsentativen Bauvorhaben in Polen und Ungarn.

Marienkrönung aus Tangermünde (Detail)

Konkurrenten und Höflinge – die Repräsentation der magnatischen Schicht des Adels in der Zeit der großen Könige Ostmitteleuropas, Kasimirs des Großen (reg. 1333–70), Karls IV. (reg. 1346/47–78), Ludwigs des Großen (reg. 1342–82)

Das Vorhaben richtet den Blick auf die magnatische Repräsentation im Umfeld der königlichen Höfe Mitteleuropas von ca. 1350 bis um 1450. Die Machtfülle, die Kasimir der Große von Polen, Kaiser Karl IV. und Ludwig der Große von Ungarn und später auch Polen in ihren Herrschaftsgebieten erreicht hatten, beeinflusste maßgeblich den dort agierenden magnatischen Adel. Deshalb interessiert besonders die Wirkung architektonischer Vorbilder, wie sie z.B. Karl IV. durch den Bau der Burg Karlstein mit ihren reich ausgestatteten Innenräumen geliefert hatte. Eine weit reichende Rezeption deutet sich im mit Fresken ausgestaltete mächtigen Turm der Burg Bečov (Petschau), im Hohen Haus der Burg Sulzbach im sog. Neuböhmen und in der Altenburg des Bamberger Fürstbischofs an. Aber auch die repräsentativen Bauvorhaben des Hauses der Anjou während seiner Herrschaftszeit in Mitteleuropa (Ungarn, Polen) setzten neue Maßstäbe, die untersucht werden.

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